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Ein Wochenende in New York

Für ein Wochenende in New York gibt es keine falsche Jahreszeit – die Riesenstadt ist immer ein perfektes Ziel.  Aber wer New York in einer ganz besonderen Atmosphäre erleben möchte, der sollte im Advent kommen. In dieser Zeit ist die Stadt noch ein bisschen glitzernder als sonst. Da strahlen die 20.000 Lichter des größten Weihnachtsbaums der Welt, läuft man Schlittschuh am Rockefeller Center und fühlt sich – ganz heimlich – wie der Darsteller in einem Weihnachtsfilm. Einem romantischen, natürlich. Dass die Hotelzimmer im Advent teurer sind als sonst im Jahr, das nimmt man hin. Schließlich fliegt man nicht jedes Jahr in dieser Zeit nach New York. Also nichts wie hin!

Wochenende in New York: Eislaufen am Rockefeller Center

Der Weihnachtsbaum am Rockefeller Center ist das erste Ziel. Er ist gigantisch und wirkt trotzdem beinahe klein neben den Hochhäusern. Erst im Dunkeln entfaltet er seine wahre Größe – wenn die Lichter leuchten und der große Eiskristall-Stern auf der Spitze des Baumes zu funkeln beginnt. Natürlich muss man auf die Eisfläche. Gerne auch ohne Schlittschuhe. Aber mit Weihnachtsbaum im Blickwinkel. So viel Romantik muss schon sein.

Geschmückte Häuser in Manhattan

Weiter geht’s durch die Straßen von Manhattan. Jedes Haus ist mit Kränzen, Lichterketten oder Bäumen geschmückt, die Kaufhäuser halten es mit riesigen roten Schleifen und goldenen Engeln. Und mit Weihnachtsliedern, von „Let it snow“ bis „Rudolph the red-nosed reindeer“. Zuhause wäre es bald unerträglich, aber hey, das hier ist New York!

Times Square – Treffpunkt der Stadt

Wir möchten viel sehen in den wenigen Tagen in New York. Deshalb spazieren wir jetzt gleich zum Times Square, auf dem ungezählte Werbetafeln um Aufmerksamkeit buhlen. Es ist der Platz, den man so sehr mit New York verbindet wie kaum einen anderen und der immer noch einer der wichtigen Treffpunkte der Stadt ist. Die riesige Leuchtschrift am Gebäude One Times Square informiert alle, die es wissen wollen, über die Neuigkeiten des Tages. Zu Silvester wird, exakt eine Minute vor Mitternacht, alljährlich die gewaltige Lichterkugel auf den Platz herabgesenkt, die das neue Jahr anzeigt. Noch ist Silvester Zukunftsmusik – und wir suchen unser nächstes Ziel.

Geballte Sehenswürdigkeiten in der Fifth Avenue

In der nahen Fifth Avenue stehen nicht nur viele Millionärshäuser, sondern auch Bauwerke wie das berühmte Empire State Building, die zauberhafte St. Patrick’s Cathedral, das bizarre Flatiron Building und das eindrucksvolle Guggenheim Museum. Um nur einige zu nennen. Die Straße sorgt schon dafür, dass man sich genug Zeit für sie nimmt. Aber Vorsicht: In der Fifth Avenue in New York kann man in kurzer Zeit viel Geld ausgeben. Schuld daran sind Kaufhäuser wie Tiffany’s und Saks. Wer schon immer mal ein paar Louboutins haben wollte – hier wird er fündig.

Spaziergang durch den Central Park – mit oder ohne Schnee

Genug geshoppt? Wie wäre es mit einer Erholungspause im herrlichen Central Park?. Im Sommer wäre das der ideale Zeitpunkt, um die Decke auszubreiten und sich auf einer Wiese ein bisschen in die Sonne zu legen, aber erholsam ist New Yorks grüne Lunge auch im Winter. Nach dem Spaziergang gönnt man sich dann einen der vermutlich leckersten Bagels von New York. Absolute Bagels lockt mit Körner-, Blaubeer- oder Jalapeno-Variationen, aber auch den ganz normalen Bagels. Beim Belag ist die Auwahl ähnlich groß – Lachs oder Käse? Eiersalat oder Tofu? Am besten einen gleich essen und einen zweiten (oder dritten) in der Tüte mitnehmen, denn New York macht hungrig.

Schmökern bei Rizzoli

Wer Bücher liebt, der kommt um einen Besuch in Rizzolis Buchshop nicht vorbei. Wo sonst kann man unter schmiedeeisernen Kronleuchtern und neben holzvertäfelten Wänden schmökern? Ohne Buch verlässt kaum jemand dieses Geschäft, und sei es nur, um endlich sein verstaubtes Schulenglisch mit einem guten Roman wieder aufzufrischen. Oder sich nach dem Spahziergang ein bisschen aufzuwärmen – mit Buch macht das einfach mehr Spaß.

Stars treffen in der Carnegie Hall

Gar nicht weit vom Buchgeschäft entfernt steht ein Gebäude, deren Hintereingang viele Stars benutzen: die Carnegie Hall. Sie ist einer der berühmtesten Veranstaltungsorte in Amerika. Ein Ort, an dem früher Sergej Rachmaninow und Igor Strawinsky für Begeisterung sorgten, etwas später Benny Goodman und heute Lady Gaga. Wer nicht das Glück hat, eine Karte für ein klassisches oder Pop-Konzert zu ergattern, der sollte sich zumindest eine Führung durch das Gebäude gönnen und darf sich anschließend im Citi-Café erholen.

Geballte Kunst im MoMA

Als nächstes ist eine Lektion in Sachen moderne Kunst angesagt. Genau, es geht ins MoMA. Jenes Museum, in dem Werke von Andy Warhol, Gustav Klimt, Roy Lichtenstein, Frida Kahlo, Jackson Pollock, Pablo Picasso und vielen, vielen weiteren Malerlegenden unter einen Hut gebracht werden. Auch Zeichnungen, Fotos und sogar ein VW Käfer gehören zu den Exponaten des Museums, in dem man sich vermutlich tagelang aufhalten könnte. Inzwischen steht ohnehin fest, dass man bald wieder nach New York kommen will – das MoMA wird sicher noch ein zweites Mal auf dem Programm stehen.

Reizvolles Künstlerviertel: Greenwich Village

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um nach Greenwich Village zu fahren. Denn das ist eines dieser Viertel in New York, die eine besondere Anziehungskraft auf Künstler haben. Allerdings waren es eher Dichter und Musiker, aber Gemälde haben wir ja jetzt in ausreichender Zahl gesehen. Jazzliebhaber zieht es ins Village Vanguard, den ältesten Jazzclub New Yorks, in dem schon Miles Davis aufgetreten ist. Auch die Häuser des Viertels verdienen einen gründlichen Blick. Ein Stück weiter, im West Village, kann man im High Line Park auf einer einstigen Hochbahntrasse spazieren gehen. Im Sommer ist dieser Park üppig begrünt, aber auch im Winter lohnt sich ein Besuch.

Kulinarisches Finale bei Michael Jordan

Ist noch etwas Geld übrig? Dann gönnen Sie sich doch noch einen Besuch in einem New Yorker Restaurant. im romantischen Teodora (141 East 57th Street). Oder in Michael Jordans The Steak House N.Y.C. (23 Vanderbilt Ave.). Moment mal, Michael Jordan?? Genau. Die Basketball-Legende hat sich ein kulinarisches Denkmal gesetzt. Sehr berühmt ist auch die Oyster Bar, die seit 1913 im Tiefgeschoss des Grand Central Terminals (89 East 42nd Street) residiert. Auf der Karte stehen – natürlich – Austern, aber auch Shrimps, Krabben und anderes Meeresgetier sind köstlich.

Wochenende in New York: Noch mehr Ziele

Es gibt noch unzählige Ziele, die alle mindestens so reizvoll sind wie die besuchten, aber wollten Sie wirklich alles auf einmal sehen? Brooklyn Bridge, Statue of Liberty, Chinatown, die Madison Square Garden-Arena, das Ground Zero Monument – es gibt unendlich viele Gründe, wiederzukommen. Und wer braucht schon mehr als einen Grund für ein Wochenende in New York? Zurück geht es mit dem Kopf voller Erinnerungen und einer Tüte voller Weihnachtsdekorationen, die ein bisschen New-York-Atmosphäre in die Heimat bringen sollen.

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