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Das Olympieion war einst Athens größter Tempel

Das Olympieion von Athen gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Athen. Im antiken Griechenland war es der größte Tempel. Endgültig fertiggestellt wurde der imposante Tempel allerdings viel später, erst unter der Regentschaft des römischen Kaisers Hadrian, der im 2. Jahrhundert lebte. Hadrian gilt als Bewunderer der griechischen Kultur.

Seit 1898 wurde der Tempel von Archäologen erforscht

Nach einem Erdbeben im Mittelalter und der danach einsetzenden Nutzung als Steinbruch, geriet das einst so berühmte Olympieion immer mehr in Vergessenheit. Erst im Jahr 1898 wurde es von Archäologen wissenschaftlich erforscht und die Reste freigelegt. Bei Führungen werden die Ausmaße des ursprünglichen Tempels erläutert: Das geplante Olympieion hatte eine Grundfläche von 108 mal 41 Metern. Zum Vergleich: das Parthenon auf der Akropolis hat eine Grundfläche von 31 mal 67 Metern, ist also deutlich kleiner.

Fertiggestellt wurde der Tempel erst 300 Jahre nach Baubeginn unter Hadrian. Statt der ursprünglich geplanten dorischen Säulen wurden 17 Meter hohe Säulen errichtet, von denen 15 heute noch aufrecht stehen. Wertvolle Teile dieses Tempels befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum von Athen. Bei dem Bauwerk handelt es sich um den einzigen nachgewiesenen korinthischen Tempel Griechenlands. Als Baumaterial wurde für alle Bauteile der berühmte penteleische Marmor verwendet. Dieser wurde auch für Bauten auf der Akropolis sowie für das Hadrianstor verwendet.

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