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Inselhüpfen auf den Kanaren

Party? Oder lieber Natur? Schwarzer oder weißer Strand? Die Auswahl ist groß auf den Kanaren – fast zu groß, um sich auf eine der Inseln zu beschränken.  Wie wäre es mal mit Inselhüpfen, um gleich mehrere kennenzulernen? Teneriffa ist mit 2034 Quadratkilometern Fläche die größte Insel der Kanaren, gefolgt von Fuerteventura (1660) und Gran Canaria (1560 Quadratkilometer).  Deutlich kleiner sind Lazarote (846), La Palma (708) und La Gomera (370 Quadratkilometer), die kleinste der Nebeninseln, Roque del Oueste, misst sogar nur 0,015 Quadratkilometer.

Gran Canaria: Bettenburgen und einsame Strände

Starten wir mit Gran Canaria. Deren wichtigste Touristenorte heißen Maspalomas, Playa del Inglés und San Agustin. Wer es einsamer liebt, der findet romantische Strände zwischen Playa de Mogán und La Aldea Beach bei Las Caserones – sie sind nur mit dem Boot zu erreichen. Aber wer nur in der Sonne liegt, dem entgehen so großartige Sehenswürdigkeiten wie der Roque Bentaiga, der Roque Nublo  und das Barranco de Guayadeque.

Lanzarote – Insel mit vulkanischem Innenleben

Nächstes Ziel beim Kanaren-Inselhopping ist Lanzarote – man erreicht sie per Flugzeug von Gran Canaria aus. Der Kanaren-Insel sieht man ihren vulkanischen Ursprung wirklich an. Drei Viertel von ihr sind mit Lava bedeckt. Besonders gut kann man das im Nationalpark Timanfaya sehen, der auch als Montanas del Fuego, als Feuerberge, bezeichnet wird. Ein Lavameer erinnert daran, dass hier zwischen 1730 und 1736 Vulkane ausbrachen und einst fruchtbare Land buchstäblich in Schutt und Asche legten.  Im Restaurant El Diablo nutzt man noch heute die vulkanische Hitze, um Speisen zu erhitzen.  Regen übrigens gibt es selten auf Lanzarote – die Passatwinde können sich auf der Insel nicht abregnen, weil sie zu flach ist. Touristen lieben die Papagayo-Strände, die Natur, das Kunstwerk Jameos del Agua des Künstlers César Manrique und den Kakteenpark Jardin de Cactus. Um nur einige zu nennen.

Fuerteventura: Älteste Insel der Kanaren

Mit Fuerteventura (erreichbar per Flugzeug von Lanzarote aus) ist nun die zweitgrößte Insel der Kanaren an der Reihe. Sie ist übrigens die älteste des Archipels und garantiert die kargste. Ein großer Teil der Landfläche ist Wüste. Reizvolle Ziele sind die Höhlen bei Ajuy, der historische Ort Betancuria oder die Sanddünen bei Corralejo, beliebte Strände die Costa Calma mit ihrem geringen Wellengang oder die Playa Jandia mit der Feriensiedlung Morro del Jable. Einsamer sind die Strände von Las Playitas.

Teneriffa: Teide und Strände

Wer diese Insel besucht, der kommt natürlich wegen der Strände. Der schönste auf Teneriffa heißt Playa Las Teresitas, aber es gibt noch mehr – in und um Los Cristianos und die Costa Adeje zum Beispiel. Allein ist man dort allerdings selten, wer es ruhiger mag, der hält sich mehr im Norden Teneriffas auf. In Icod de los Vinos gibt es winzige schwarzsandige Strände und den berühmtesten Drachenbaum der Kanaren, den Drago Milenario, der 400 Jahre alt sein soll. Naturliebhaber lockt es zur berühmtesten Spitze der Insel, dem Teide, den eine grandiose Natur umgibt.

Naturparadies: La Palma

„Isla Bonita“, die schöne Insel, wird La Palma auch genannt. Man erreicht sie mit dem Flugzeug ab Teneriffa. Und die Kanaren-Insel lockt tatsächlich mit einer grandiosen Natur. Besonders eindrucksvoll ist die Caldera de Taburiente, ein gewaltiger Vulkankrater, an dessen Rand der Roque de los Muchachos in die Höhe ragt. Der Höhenzug Cumbre zerteilt die Insel und sorgt für ein atemberaubendes Schauspiel: Dort stauen sich die Passatwolken und sehen aus wie ein Wasserfall. Im Süden der Insel erinnert der Vulkan Teneguia daran, dass auf La Palma immer noch reichlich Bewegung in der Erde ist.  Schwarze Strände und hübsche Orte locken Touristen an.

Mini-Insel für Individualisten: El Hierro

Von La Palma aus kommt man mit einem kleinen Flugzeug nach El Hierro. Die kleine Insel ist ein Ziel für alle, die im Urlaub Ruhe haben wollen.  Baden kann man in brandungsgeschützten Meeresschwimmbecken, außerdem gibt es einen kleinen Sandstrand in La Restinga. Und die Insel lockt mit einem Superlativ der etwas anderen Art: dem wohl kleinsten Hotel der Welt, „Punta Grande“. 

Hippies und Natur auf La Gomera

Um La Gomera zu erreichen, muss man einen Umweg machen: Mit dem Flugzeug geht es erst nach Teneriffa und dann mit einer weiteren Maschine auf die Kanaren-Insel. Die Fährverbindung wurde im Februar 2012 eingestellt. La Gomeras größter Schatz ist die Natur. Besonders der Lorbeerwald im Nationalpark Garajonay lockt mit so geheimnisvollen wie atemberaubend schönen Aussichten. Berühmt ist das Valle Gran Rey, in dem viele Jahre Hippies in Höhlen wohnten. Wer das Tal besucht, kann sie gut verstehen.

 

 

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