> > Weihnachtlicher Besuch auf dem Striezelmarkt Dresden

Weihnachtlicher Besuch auf dem Striezelmarkt Dresden

Wenn es Advent wird, dann beginnt Dresden zu leuchten. Schließlich gibt es in der sächsischen Stadt mit dem Striezelmarkt einen der berühmtesten Weihnachtsmärkte Deutschlands. Und einen der ältesten.

Striezelmarkt – benannt nach dem berühmten Stollen

Schon 1434 schlenderten auf dem Altmarkt Besucher an Ständen vorbei, heute kommen ungefähr 2,6 Millionen Menschen, um Glühwein zu schlürfen und den weltberühmten Dresdner Stollen zu genießen. Der ist übrigens der Namenspate des Marktes: Striezel bedeutet im Mittelhochdeutschen Stollen, und seit 1617 wird dieses Gebäck auf dem Striezelmarkt angeboten.

Heute ist längst vergessen, dass der Markt einst nur an einem Tag stattfand und man dort bloß Fleisch kaufen konnte. Denn diese Tradition bestand nicht allzu lang. Bald kamen Handwerker und Händler aus dem Erzgebirge, um ihre Produkte anzubieten, und um 1700 kamen so viele Tage dazu, dass sich der nicht weit von Frauenkirche, Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe und der Semperoper gelegene Striezelmarkt neben dem Nürnberger Christkindlesmarkt und dem Markt in Frankfurt zum bedeutendsten Weihnachtsmarkt in Deutschland entwickelte.

Die größte erzgebirgische Stufenpyramide der Welt

Blickfänge auf dem Striezelmarkt, der in der letzten Novemberwoche eröffnet wird und Heiligabend die Pforten schließt, sind der 13,50 Meter hohe erzgebirgische Schwibbogen, durch den man das Marktgelände betritt, und die mit 14,62 Metern höchste erzgebirgische Stufenpyramide der Welt. Und dann wäre da natürlich noch der Weihnachtsbaum, der auf dem Platz steht – was wäre ein Weihnachtsmarkt ohne ihn?

Wer den Striezelmarkt in Dresden besucht, der kommt natürlich wegen der Leckereien. Eine Scheibe Christstollen muss schon  sein, aber auch Pfefferkuchen aus Pulsnitz und Pflaumentoffel, ulkige Männchen aus getrockneten Pflaumen, gehören dazu. Diät halten sollte man nicht, wenn man über den Markt schlendert, denn den vielen Düften kann man nur schwer widerstehen. Für Wärme von innen und außen sorgt ein Becher Glühwein.

Kunsthandwerk an vielen Ständen

Zeit nehmen sollte man sich für die Kunsthandwerks-Stände. Weihnachtsbaumschmuck aus Thüringen, Keramik aus Sachsen, Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge oder Plauener Spitze sind kostbare Weihnachtsgeschenke und eignen sich auch für die Adventsdekoration. Tand sucht man auf dem Striezelmarkt vergeblich, statt dessen kann man Kunsthandwerkern bei der Produktion hauchzarten Weihnachtsschmuckes zuschauen und sich Glaskugeln aus der Glasbläserstadt Lauscha aussuchen.

Dazu gibt es eine Erlebniswelt für Kinder samt Weihnachtsbäckerei, Wichtelhaus und nostalgischem Etagenkarussell. Mehrere Veranstaltungen, vom Pflaumentoffelfest über die Sternstunden bis zum Dresdner Christbaumschmücken runden das besinnliche Spektakel ab.

Wer noch mehr Weihnachtsmarkt in Dresden sehen möchte: Auch auf dem Neumarkt an der Frauenkirche, im mittelalterlichen Stallhof, in der Prager und der Hauptstraße gibt es Märkte, und den ganzen Dezember über öffnet auf der Cockerwiese 1000Funkel – die Funkelstadt mit zahllosen weihnachtlichen Angeboten.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Dresden.

Entdecker-Infos

Info: | www.dresden.de

Öffnungszeiten 2014: | 27.11.-24.12. 2012, tgl. zwischen 10 und 21 Uhr

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