> > Margareteninsel Budapest: Eine Oase in der Donau

Margareteninsel Budapest: Eine Oase in der Donau

Ein bisschen hingegossen wirkt sie, die Budapester Margareteninsel. Als grüne Oase mitten auf der Donau trennt sie Hektik von Ruhe. Deshalb ist auf ihren 2,5 Kilometern Länge vor allem Durchatmen angesagt, denn hier gibt es keine Autos und damit auch fast keinen Großstadtlärm.

Margareteninsel: Ein Ort, um abzuschalten

Die Menschen kommen hierher, um abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen. Doch es gibt es auch viel zu entdecken, denn um die Margareteninsel ranken sich Geschichten und Legenden. Und so versprüht die grüne Lunge von Budapest mit ihrer mittelalterlichen Klosterruine und den angelegten Gärten sogar etwas Geheimnisvolles.

Ursprünglicher Name war „Haseninsel“

Im 13. Jahrhundert gab es auf der Margareteninsel ein Dominikanerinnenkloster, dessen Ruinen heute noch zu besichtigen sind. Damals wurde sie noch „Insula Leporum“, also Insel der Hasen, genannt. Zu dieser Zeit schickte König Béla IV. von Ungarn seine Tochter Margarete als Nonne in dieses Kloster. Es war ein Versprechen, das er einlösen wollte, denn Ungarn hatte über die Tataren gesiegt.

Durch zahlreiche Legenden über die seliggesprochene Königstochter erlangte die Insel schließlich ihren Namen. Später, im 18. Jahrhundert, sollen die Türken ihre Haremsdamen dort untergebracht haben und noch viel später, in der 80er-Jahren zu Zeiten des Kommunismus, nutzten mittellose Besucher aus der DDR die Grünanlagen zum wilden Campen.

Erholung und Aktivitäten auf der Margareteninsel

Für sportlich Aktive ist die Margareteninsel, die zwei Brücken von den Rudas-Thermen entfernt ist, ein ideales Revier. Jogger, Rollerblader und Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. Für Schwimm-Fans gibt es das Palatinus-Bad mit Wasserrutsche, Thermalbecken, Sportbecken und Wellenband.

2500 Blüten im Rosengarten

Sinnliches ist im zentral gelegenen Rosengarten zu erleben, denn hier werden 2500 verschiedene Rosensorten gezüchtet. Und auch der Japanische Garten, den es bereits seit 1936 gibt und so verwinkelt wie verwunschen angelegt ist, lässt einen sofort zur Ruhe kommen.

Wasserturm als Weltkulturerbe

Und während man durch die Gärten wandert und sich auf Margaretes Spuren begibt, gelangt man schließlich zu dem als Weltkulturerbe geschütztem Wasserturm, der sich mit seinen 57 Metern hoch über die Insel erhebt.

Unweit davon befindet sich auch der Spielbrunnen mit Neptunfigur. Hier spielen Musiker aus aller Welt Folkloremusik und andere Evergreens. Noch mehr Kultur gibt es übrigens auf der Künstlerpromenade, die mit zahlreichen Büsten bedeutender Schriftsteller, Künstler und Architekten gesäumt ist.

Margareteninsel Austragungsort für das Sziget Festival

In den Sommermonaten finden auf der Freilichtbühne Open-Air-Events mit tollen Konzerten oder Theater statt. Die Nachbarinsel, Hajógyári-Sziget, ist Austragungsort für das alljährliche Sziget-Festival. Übrigens: Von der Margareteninsel ist es nicht weit zum Westbahnhof, ein architektonisches Meisterwerk von Gustave Eiffel.

 

Margareteninsel: Entdecker-Infos

Anfahrt Margareteninsel: Straßenbahn 4, 6 (Margaretenbrücke), Bus 26, 106 (Árpádbrücke)

 

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