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Masai Mara – Naturparadies in Kenia

Beim Namen „Masai Mara“ bekommen Naturfreunde glänzende Augen. Denn das Naturschutzgebiet in Kenia beherbergt mehr Tiere als jedes andere in dem afrikanischen Land. Was bedeutet, dass man hier Elefanten sehen kann, Zebras, Löwen, Gnus, Antilopen und viele andere Arten, die selbst Afrikaner sonst eher aus dem Zoo kennen.

1510 Quadratkilometer groß ist die Masai Mara, die ihren Namen zur Hälfte dem dort lebenden Volksstamm der Massai verdankt und zur anderen Hälfte den Bäumen, die in der weitläufigen Savannenlandschaft wie Punkte wirken: „Mara“ bedeutet „gepunktet“.

Begegnung mit den „Big Five“ in der Masai Mara

Die Masai Mara ist der kenianische Teil der Serengeti, deren überwiegende Fläche zu Tansania gehört und die so berühmt ist wie der Kruger-Nationalpark in Südafrika. Eine wilde, karge Landschaft mit Savannen, Buschland und Weideflächen, in denen sich die „Big Five“ – Büffel, Elefanten, Leoparden, Löwen und Nashörner – wohlfühlen.

Die größte Attraktion der Masai Mara nennt sich Migration. Hinter diesem Wort verbirgt sich die größte Wildtierwanderung der Welt, ein Anblick, den niemand vergisst, der sie jemals beobachten konnte. Gewaltige Herden von Gnus, Gazellen, Zebras und Antilopen ziehen im Mai und Juni von der tansaninschen Serengeti zu den Weideflächen in der Masai Mara und später wieder zurück – immer dorthin, wo gerade Regenzeit ist. Schon seit Jahrtausenden durchwandern die Herden im Laufe eines Jahres die komplette Serengeti. Über 500 Kilometer Strecke legen sie dabei zurück, immer auf der Flucht vor Hunger und Durst – und vor den Raubkatzen, die den Herden folgen.

Nationalpark mit grandioser Natur

Seit 1961 ist die schon seit 1948 geschützte Masai Mara ein Nationalpark unter Verwaltung des Kenya Wildlife Service. Und heute längst ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber, die sich die grandiose Landschaft und die Tiere bei einer Safari ansehen wollen.  Von Mombasa aus kommt man mit dem Flugzeug  direkt in den Nationalpark, in dem es mehrere kleine Landebahnen gibt.

Die meisten Touristen übernachten in Bush Camps oder Lodges, von denen aus sie zu Tages- oder Nachtsafaris starten. Per Geländewagen und meist mit Begleitung erfahrener Guides geht es durchs Gelände – immer auf der Suche nach den Big Five, die sich manchmal ganz schön bitten lassen. So mancher Tourist kommt mit langem Gesicht zurück, weil sich kein Löwe blicken lassen hat.

Abstand zu den Tieren halten

Wer auf eigene Faust durch die Masai Mara fährt, muss sich an das Tempolimit von maximal 50 Stundenkilometern halten, leise sein, mindestens 25 Meter Abstand zu den Tieren einhalten und spätestens um 19 Uhr in der Lodge sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Der Eintritt in die Masai Mara kostet 70 bis 80 US-Dollar pro Person, Gebühren für  Fahrzeuge kommen noch hinzu. Allerdings muss man bedenken, dass große Teile des Geldes in den Schutz und Erhalt des Nationalparks fließen.

Die Lodges – von rustikal bis luxuriös

Wohnen kann man naturnah, rustikal und sehr luxuriös in der Masai Mara. Einige der Lodges wie das Masai Mara Bush Camp locken mit komfortablen Zelten und sogar Platz für Fotografen, die ihre Werke begutachten wollen. Auch einen Besuch im Massai-Dorf bietet das Camp an – mit der Gelegenheit, die Kultur des Massai-Volksstammes kennenzulernen. Das Kichwa Tembo Tented Camp lockt mit eleganten Zelten, traumhafter Lage, Hängematten mit Weitblick und einem Swimmingpool, das Bateleur Camp mit Luxus und Eleganz im Stil der 1920er und 1930er Jahre. Das Olonana Camp hält sogar Queen-Size-Betten bereit – und bietet einen Blick auf den Mara-Fluss.

Egal wo man übernachtet – die Tiere sind nie weit. Gefahren aber muss man nicht fürchten, denn die Camps und Lodges sind gut bewacht. Die Nähe zur wilden Natur ist ein unvergessliches Erlebnis, besonders nachts, in der längst nicht alles schläft. Die nächtlichen Geräusche der Savanne sind für Mitteleuropäer ungewohnt und – ganz ehrlich – auch ein bisschen unheimlich. Aber ein bisschen Abenteuergefühl gehört ja zu einer Safari dazu.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Kenia

Entdecker-Infos

Lage: | südwestlich von Nairobi

Anreise: | Fahrt (5 Std.) oder Flug (45 min) ab Nairobi

Information: | www. maratriangle.org

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