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Hoch über Athen erhebt sich die Akropolis

Die bedeutendsten Tempel von Athen stehen auf dem Gipfelplateau eines mehr als 150 Meter hohen Felssockels. Die Akropolis wird auch als Ur-Athen bezeichnet.

Antikes Trümmerfeld

Anfangs war die Akropolis eine düstere Burg, später ein heiliger Berg und eine Musterschau architektonischer Ästhetik. Heute sieht es dort teilweise aus wie ein Trümmerfeld. Als ich vor Jahren auf meiner ersten Griechenland-Reise dort war, hat mich die Akropolis fasziniert. Und so begeistert der Besuch dort jährlich Hunderttausende immer wieder. Die Reste der Anlage stammen aus dem fünften Jahrhundert vor Christi Geburt, sind also mehr als 2500 Jahre alt. Ein Rundgang führt durch die monumentale Eingangshalle der Propyläen zum grandiosesten Tempel der Antike, dem Parthenon, und zum Erechtheion sowie dem Tempel der Nike. Die berühmten Mädchenfiguren der Karyatiden, die ein Vordach tragen, sind inzwischen durch Kopien ersetzt. Im Parthenon-Tempel soll einst eine Statue der Göttin Athene gestanden haben. Im Akropolis-Museum am Fuße der Akropolis kann man eine Kopie bewundern.

Akropolis und Europa

Seit 1986 gehört das Ensemble der Akropolis zum Unesco-Weltkulturerbe. Laut Theodor Heuss ist die Akropolis ist neben Golgatha und dem Kapitol einer der antiken Hügel, „auf denen Europa sich gründet.“ Im Laufe der Jahrzehnte verfiel das Bauwerk und musste aufwendig restauriert werden. Dabei wurden in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Eisenklammern verwendet, die im Gegensatz zu den einst verwendeten antiken Klammern nicht vor Witterung geschützt waren. Die durch Korrosion geschädigten Marmorteile müssen nun mühsam ausgetauscht werden. Restauriert wurde bislang das Erechtheion, die denkmalpflegerischen Arbeiten am Niketempel sowie dem Propyläen und Parthenon dauern noch viele Jahre.

Ausblick von der Akropolis auf Piräus

Schön ist der Blick von der Südseite der Akropolis auf Piräus, den Saronischen Golf, die Insel Ägina und die Berge des Peloponnes. Von der Nordostecke aus überblickt man die gesamte Plaka, die Altstadt von Athen. Die Metropole selbst ist unübersichtlich und voll von hektischem Verkehr. Die jetzige Stadt zu Füßen der Akropolis entstand erst in den letzten 100 Jahren. Um das Athen der Antike zu verstehen, ist ein Besuch des Archäologischen Nationalmuseums empfehlenswert. Man erreicht das bedeutende Museum, wenn man vom Akropolishügel aus weit über den Omonia-Platz nach Norden fährt. Ebenso sehenswert ist das Hadrianstor.

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