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Für Tiefschnee-Fans: Skigebiet Lech-Zürs am Arlberg

Lech, Zürs, Arlberg: Dieser Dreiklang steht im Winter für eines der attraktivsten Skigebiete in Österreich. Dies hat eine Reihe von Gründen. Zum einen handelt es sich beim oberen Lechtal um eine der schönsten Alpenlandschaften überhaupt. Längst kein Geheimtipp mehr, ist die Höhenwanderung im Sommer vom Quellgebiet den Lech hinunter eines der letzten Abenteuer für Genusswanderer in den Bergen Europas.

Im Winter verwandelt sich die sowieso schon lieblich-wilde Landschaft in ein Märchen. Hinzu kommt, dass Lech und Zürs am Arlberg ganz bzw. weitgehend autofrei sind – bis hin zu dem Tunnelsystem, das in Lech das Gepäck der Gäste auf die Hotels in Oberlech verteilt. So stört dort nicht einmal der Serviceverkehr die Ruhe.

Skigebiet Lech und Zürs manchmal abgeschnitten

An dieser Stelle muss aber auch gewarnt werden. Denn wer in Lech oder Zürs am Arlberg Skiurlaub macht, könnte unfreiwillig verlängern müssen. Die Straße nach Norden ist im Winter dank des reichlichen Schneefalls fast durchgängig geschlossen, und im Süden Richtung Stuben gibt es immer wieder starke Schneefälle, die ein Durchkommen auch schon mal für mehrere Tage unmöglich machen. So manch ein Skiurlauber hat auf diese Weise schon seinen Job gefährdet.

Wer sich auf dieses kleine Abenteuer einlässt, findet traumhafte Urlaubsorte – die allerdings ihren Preis haben. Durchschnittlich zahlt man für Unterkunft, Verpflegung und Skipass etwa 50 Prozent mehr als beispielsweise im Zillertal, hat der ADAC errechnet. Gekrönte Häupter und Promis findet man nicht ganz so geballt wie in St. Moritz in der Schweiz. Glamourös und mondän geht es aber durchaus zu, wenn man mitmachen will. Es muss nicht immer gleich Thurnher´s Alpenhof sein. Der Skiurlauber findet auch Hotels, Restaurants und Après-Skihütten im Normalpreisbereich zur Genüge.

Spektakuläre Abfahrt Weißer Ring

Berühmt ist der sogenannte Weiße Ring. Dabei handelt es sich um eine Kombination von Abfahrten, die einmal im Jahr als Rennen ausgetragen werden. Von Lech geht es mit den Seilbahnen auf den Rüfikopf. Über Zürs, Zug und den Balmengrat geht es zurück nach Lech. Tipp: Auch ohne Rennsporttempo kann man die Tour fahren, sehr entspannt, mit Einkehrschwüngen und die tolle Landschaft immer im Blick.

Insgesamt gibt es im Skigebiet Lech/Zürs 122 Kilometer präparierte Piste, auf die 32 Seilbahnen führen. 16 Kilometer davon sind schwer, 59 Kilometer mittelschwer und 47 Kilometer leicht. Für Snowboarder gibt es den Snowpark Lech am Schlegelkopf mit allen Möglichkeiten.

Besonders beliebt ist das Skigebiet Lech/Zürs am Arlberg aber vor allem wegen seiner schier endlosen Möglichkeiten für Tiefschneeabfahrten. Unberührte Hänge findet man trotzdem nur selten oder wenn man einen Ortskundigen mitnimmt. Gerade die Pulverschneepisten sind extrem beliebt.

Den Arlberg gibt es gar nicht

Noch eine Anmerkung: Unkundige suchen immer wieder den Arlberg auf der Karte. Diesen gibt es nicht, obwohl das österreichische Bundesland Vorarlberg heißt und sich viele Ortsnamen mit dem Zusatz „am Arlberg“ schmücken. Vielmehr bezeichneten die Älpler in früheren Jahrhunderten die Pässe als „Berg“, weil sie die Gipfel nicht interessierten, sondern allein die Übergänge, also die Passhöhen, wichtig waren. „Arl“ entspricht dem heutigen Wort Latschen (Bergkiefer). Arlberg bedeutet also übersetzt Kiefernpass. Der heutige Arlbergpass zwischen Vorarlberg und Tirol ist daher eine sprachliche Doppelung. Das stört aber im Grunde niemanden.

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