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Pulsierende Kultur- und Messestadt Leipzig

Leipzig lässt sich wohl am besten mit einem Blick von oben erkunden. In der Tat ist der Anfang mancher Stadtführung mit „Aufstiegen“ verbunden. Die Aussichtsplattform auf dem City-Tower (als einstiges Unihochhaus auch Weisheitszahn genannt) am Augustusplatz, kann allerdings mit dem Fahrstuhl erreicht werden.

Leipzig von oben erkunden

Weit schweift von 120 Meter Höhe der Blick über das eng gedrängte Zentrum und die Gründerzeitviertel bis zu dem nach 1990 aus einstigen Braunkohletagebauen neu entstandenen „Neuseenland“. Zu sehen ist auch das außerhalb im Südosten Leipzigs gelegene Völkerschlachtdenkmal, ein 91 Meter hoher Koloss aus Porphyrgestein.

Dort kann man 364 Stufen hoch hinauf steigen.  Aber zurück zum Augustusplatz. Er ist so eine Art Dreh- und Angelpunkt der Stadt Leipzig. Die Oper und das Gewandhaus stehen sich gegenüber. Wiederstanden ist auch die Paulinerkirche, 1968 gesprengt beherbergt sie heute die Aula der Universität.

Nikolaikirche und friedliche Revolution

Bestens geeignet für einen Bummel ist die überschaubare und fußgängerfreundliche Innenstadt. Innerhalb eines 3,5 km langen Promenadenringes gelegen, lassen sich hier viele Sehenswürdigkeiten von Leipzig erlaufen. In der nahen Nikolakirche begannen 1989 die Montagsdemonstrationen. Sie gingen hervor aus den Friedensgebeten von Pfarrer Christian Führer und der Nikolaikirchengemeinde. An den Originalschauplätzen, wie der Nikolaikirche, Augustusplatz, Promenadenring sowie dem Museum in der “Runden Ecke” kann man sich auf die Spuren der friedlichen Revolution begeben.

Prächtige Messehäuser und Passagen

Von der Nikolaikirche beginnt auch ein Spaziergang durch mehrere teilweise in prächtiger Jugendstilarchitektur errichtete Messehäuser und Passagen. Die meisten wurden von dem später wegen Betrugs verurteilten Bauinvestor Jürgen Schneider zu Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts saniert. Nach dessen Pleite setzten andere Investoren die Sanierung fort. Einige Passagen und architektonisch diskussionswürdige Lückenschließungen sind neu entstanden.

Leipzig hat sieben Kabaretts, einige haben in der Innenstadt ihr Domizil. So residiert seit neuestem die “Funzel” in der neuen Passage „Strohsack“. Am bekanntesten aber ist die Mädlerpassage mit dem berühmten Auerbachs Keller. Gleich daneben das sehenswerte Zeitgeschichtliche Forum, in dem sehr anschaulich die Geschichte der DDR und die Ereignisse, die zur Wiedervereinigung führten, dokumentiert werden. Das Forum gehört zum Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Handelsbörse mit Goethedenkmal

Direkt gegenüber liegt der kleine Naschmarkt mit der Handelsbörse und dem Goethedenkmal. Der intime kleine Platz steht im Sommer voller Tische und Stühle. Nicht weit vom Markt mit dem sehenswerten Alten Rathaus, einem der schönsten Renaissance-Rathäuser in Deutschland, beginnt der sogenannte Drallewatsch, die Leipziger Kneipen- und Vergnügungsmeile rund um das Barfußgässchen. „Zum Arabischen Coffe Baum“ in der Nähe von Barthels Hof rühmt sich, eines der ältesten Kaffeehäuser Europas zu sein. Nicht weit ist es von hier zur berühmten Thomaskirche. Musikliebhaber aus aller Welt pilgern zu der Grabplatte vor dem Altar, unter der die Gebeine des 1750 in Leipzig verstorbenen Johann Sebastian Bach liegen.

Leipziger Notenspur

Übrigens kann kaum eine Stadt auf eine so große Musiktradition verweisen wie Leipzig. Namen wie Johann Sebastian Bach, der hier von 1723-1750 als Thomaskantor wirkte, und Felix Mendelssohn Bartholdy, dessen Wohn- und Sterbehaus in Leipzig besichtigt werden kann, sind untrennbar mit Leipzig verbunden. Das Gewandhaus zu Leipzig trägt seit über 250 Jahren zur Pflege und Entwicklung klassischer Musik bei und ist ein Inbegriff für die Stadt.

Die originelle “Leipziger Notenspur” führt Besucher zu den Wirkungsstätten berühmter Komponisten und Musiker. Das einzigartige Wegeleitsystem „Leipziger Notenspur“ verbindet auf einem fünf Kilometer langen Rundweg die wichtigsten Wohn- und Wirkungsstätten bedeutender Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Edvard Grieg, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Richard Wagner miteinander.

Eine Spur aus geschwungenen ebenerdigen Edelstahlintarsien und Informationstafeln zieht sich durch Leipzig und hebt die außergewöhnliche musikalische Tradition im Stadtbild hervor. Da sich Musik vor allem über ein Hörerlebnis erschließt, wird das Wegeleitsystem durch ein Musikerlebnis-Leitsystem ergänzt. Ein Basispylon informiert auf dem Augustusplatz ganz in der Nähe des Gewandhauses  über das Projekt. Weiterhin befinden sich an allen 23 Stationen Stelen sowie Klanginstallationen.

Größter Kopfbahnhof Europas

Sehenswert ist unbedingt der Hauptbahnhof, einer der größten europäischen Kopfbahnhöfe, der nach seinem Umbau zum modernen Dienstleistungszentrum gleichzeitig auch als einer der schönsten Bahnhöfe gilt. Im Jahre 1915 entstand in Leipzig dieser größte Kopfbahnhof Europas. Die kathedralenähnliche Konstruktion aus Stein und Stahlverkörpert eindrucksvoll das Selbstbewusstsein des Bürgertums dieser Zeit.

Nach einer umfassenden Sanierung eröffnete der Bahnhof 1997 als Einkaufs- und Erlebniswelt unter dem Namen „Promenaden Hauptbahnhof“. 140 Geschäfte und Restaurants, die sich an den denkmalgeschützten Vorbau anschließen, laden auf drei Etagen und insgesamt 30.000 Quadratmetern Verkaufsfläche zum Bummeln und Verweilen ein. Vom Hauptbahnhof aus kann man mit der Straßenbahn zur Neuen Messe fahren, oder über die Nikolai- oder Reichsstraße zurück ins Zentrum kommen. Empfehlenswert sind aber auch Abstecher in verschiedene Stadtteile, so nach Plagwitz. Oder zum Abschluss der dreistündigen Tour hinaus zum Völkerschlachtdenkmal.

Die Recherche in Leipzig wurde unterstützt von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. Unsere Standards der Transparenz und journalistischen Unabhängigkeit finden Sie unter www.axelspringer.de/unabhaengigkeit

Hier finden Sie weitere Reisetipps für Leipzig.

Entdecker-Infos

Infos: | www.ltm-leipzig.de

Info: | Tourist Information, Katharinenstraße 8, D-04109 Leipzig

Telefon: | +49 (0)341 7104-260

Mail:| info@ltm-leipzig.de

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