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Royal Botanic Garden: Der Dschungel von Sydney

Gleich neben dem weltberühmten Sydney Opera House und nur ein kleines Stück von der nicht weniger berühmten Sydney Harbour Bridge entfernt wird es wild in der australischen Metropole. Der Royal Botanic Garden, der größte der drei botanischen Gärten Sydneys, erstreckt sich dort über 30 Hektar und bringt Natur in die Großstadt.

Diese Sehenswürdigkeit von Sydney entstand im Jahre 1816 auf dem Gelände der ersten Farm Australiens. Der Botaniker Charles Frazer brachte ungefähr 3000 Pflanzen aus Großbritannien nach Australien und begann ein Jahr später mit dem Sammeln weiterer Exemplare. 1862 wurde der Royal Botanic Garden durch einen Zoo ergänzt.

Royal Botanic Garden: Ein Dschungel vor Hochhäusern

Wer durch die Anlage spaziert, der staunt über die Aussichten, die sich an einigen Stellen auftun: Hinter knorrigen Bäumen ragen die Hochhäuser des Business Districts von Sydney in den Himmel und erinnern den Besucher daran, dass er mitten in einer Weltstadt ist – obwohl es sich zwischen Bäumen und Blumenrabatten wirklich ganz anders anfühlt.

Der Royal Botanic Garden in Sydney lockt mit einem Tropenhaus in Pyramidenform, mit einem Regenwald, einem Kräutergarten und einem Palmenhain. Dazu gibt es einen Garten der Pioniere, Gärten mit Rosen, Sukkulenten und Farnen, Buschlandflächen und ein Exemplar der Wollemie, einer der ältesten Pflanzen der Welt. Das kiefernähnliche Gewächs steht gut geschützt hinter Gittern. Im Jahr 1994 war das Exemplar im Wollemi-Nationalpark entdeckt worden – zu der Zeit war man überzeugt, dass die Pflanze seit 65 Millionen Jahren ausgestorben war. So ist es nicht weiter erstaunlich, dass 292 Ableger im Oktober 2005 bei Sotheby’s für die gewaltige Summe von 1,5 Millionen US-Dollar versteigert wurden. In Deutschland findet sich ein Exemplar im Palmengarten Frankfurt/Main.

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Auge in Auge mit Kakadus

Die Parklandschaft des Royal Botanic Gardens mit ihren fast 9000 Pflanzenarten ist ein Ruhepol für Großstädter, aber auch für Touristen, die nach der Besichtigung des Sydney Opera House ein Plätzchen unter einem Baum suchen. Vom Ruheplatz aus kann man wunderbar die Kakadus beobachten, die munter auf den Wiesen herumspazieren und scheinbar gar keine Angst vor den großen Zweibeinern haben. Abends erlebt man ein Spektakel der etwas anderen Art: Dann verlassen hunderte von Fledermäusen ihre Schlafbäume im Botanischen Garten und gehen auf die Jagd.

Fast vier Millionen Menschen pro Jahr schauen sich die Anlage an, mehr als die Hälfte davon aus dem Ausland. Damit gehört sie zu den großen Sehenswürdigkeiten in Sydney. Umgeben ist der Royal Botanic Garden von „the Domain“, einem uneingezäunten Parkland, auf dem es viele Spiel-, Sportflächen und Aussichtspunkte über den Hafen von Sydney gibt und regelmäßig Festivals stattfinden.  Der Eintritt in die Anlage ist frei, nur für das Tropenhaus muss man zahlen (5,50  Dollar, für Kinder 3,30 Dollar).

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