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Nach Paris – der Liebe wegen

Eine neue Liebe ist ein guter Grund, nach Paris zu reisen. Um gemeinsam über die Champs-Elysées zu schlendern, sich bei der Fahrt auf den Eiffelturm aneinander festzuklammern oder sich im Louvre ewige Liebe zu schwören. Dass ewig manchmal sehr kurz sein kann, vergisst man gerne in dieser Stadt, die die Sinne anspricht wie kaum eine andere. Besonders wenn man verliebt ist.

Händchen halten im Jardin du Luxembourg

Während die einen im Jardin du Luxembourg sitzen und davon überzeugt sind, dass es keinen schöneren Park auf der Welt gibt, ist der Jardin für andere nicht mehr als ein Park. Die Schönheit liegt halt im Auge des Betrachters. Die Pariser jedenfalls lieben diesen Park mit seinen überall verteilten Metallstühlen, auf denen sie bei Sonnenschein stundenlang dösen, lesen oder einfach nur das Treiben im Park beobachten. Sie mögen die Wege, die sich zwischen den Bäumen entlangziehen, die Boule-Spieler und den Teich, auf dem gestandene Männer kleine Boote fahren lassen. Der Jardin du Luxembourg ist einer dieser Orte, die man der neuen Liebe zeigen muss. Unbedingt.

Sacré Coeur: die romantischste aller Kirchen in Paris

Ein bisschen wie in „Die fabelhafte Welt der Amélie“ fühlt man sich rund um die Kirche Sacré Coeur. Das Gotteshaus selbst mit seinen Zuckerbäckerturmen strahlt  so viel Romantik aus, dass es wahrscheinlich zur Kulisse für ein Foto mit der neuen Liebe wird. Anschließend spaziert man rund um dem Montmartre, schaut den Zeichnern beim Porträtieren von Touristen zu und genießt das Gefühl, an einem Ort zu sein, wo schon Künstler wie Hector Berlioz, Vincent van Gogh oder Pablo Picasso gewohnt haben.

Bâteau Mouche und die Brücken von Paris

Natürlich gehört auch die Seine zu den Orten, die man der neuen Liebe zeigen möchte. Bei einer Fahrt mit dem „Bâteau Mouche“ zum Beispiel, die besonders romantisch ist, wenn Paris ins Abendlicht getaucht wird. Da sieht man die berühmte Kirche Notre-Dame an sich vorbeigleiten und bewundert die Brücken, die in Paris irgendwie kunstvoller aussehen als anderswo. An einer der berühmtesten kann man die neue Liebe verewigen: Auf dem Pont des Arts, der ersten Eisenbrücke der Stadt, die schon seit 1804 über die Seine führt, haben seit einigen Jahren Pariser und Touristen damit begonnen, Schlösser an den Eisenverzierungen anzubringen. „John & Linda forever“ – Sätze wie dieser finden sich hier in großer Zahl. Die Schlüssel liegen tief unten auf dem Grund der Seine.

“Ja” auf den Champs-Elysées

Die Avenue des Champs-Elysées strahlt zwar eher Grandeur als Romantik aus, aber sie ist ein guter Ort, um die wichtigste aller Fragen zu stellen. Ein „Ja“ auf dem weltberühmten Boulevard – das ist nun wirklich etwas Besonderes. Und auch wenn man die Frage weder stellen noch beantworten möchte, ist die Straße ein schöner Ort, um den neuen Partner auszuführen. Schließlich ist der feine Boulevard eine Bühne für alle, die sehen oder bewundert werden wollen. Und das gilt auch für eine junge Liebe.

Die Champs-Elysées sind nicht nur berühmt für ihre prachtvollen Häuser und schicken Boutiquen. Seit einiger Zeit gibt es hier auch einen Ort, den Liebespaare unbedingt ansteuern sollten. In Nummer 75 residiert nämlich die Confiserie Ladurée, deren hausgemachte Macarons geradezu unglaublich lecker sind. Und gleichzeitig so hauchzart, dass man sie sich wunderbar gegenseitig in den Mund schieben kann, ohne sich hinterher schwer zu fühlen.

Das Museum des romantischen Lebens

Eiffelturm, Triumphbogen und Louvre sind abgehakt, jetzt locken die nicht weniger berühmten, aber etwas spezielleren Sehenswürdigkeiten. Pure Romantik versprühen die Stände der Bouquinisten am Seine-Ufer, wo man uralte Bände, Postkarten und andere Erinnerungen kaufen kann. Mit einem Buch von Balzac, Stendhal oder Proust unter dem Arm spaziert die junge Liebe weiter. In die Rue Mouffetard vielleicht,  die berühmteste Straße im Quartier Latin, in der man Straßenmusikern zuhören und französisches Lebensgefühl genießen kann. Zum Café de Flore im Viertel Saint Germain-des-Prés, wo schon Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir ihren Kaffee geschlürft haben. Oder aber an einen Ort, der immer noch ein Geheimtipp ist: das Musée de la Vie Romantique, das Museum des romantischen Lebens. Es findet sich in der Rue de Chaptal Nummer 16 im Viertel Nouvelle Athènes, ungefähr am Schnittpunkt der Metrostationen Blanche, Liège und Place Gustave Toudouze.  Das Museum, in dem die Kunst des 19. Jahrhunderts opulent ausgebreitet wird, entstand im einstigen Wohnhaus des Künstlers Ary Scheffer, der hier Berühmtheiten wie Delacroix, Chopin, Liszt und George Sand empfing. Zu sehen sind Möbel, Schmuck und Gemälde von George Sand, außerdem Skulpturen, Porträts und Ölgemälde.

Kulinarisches Finale: Essen mit Aussicht

Jetzt fehlt nur noch ein Restaurant, mit dem man den Romantik-Urlaub stilgerecht abschließen kann. Etwa im Maxim’s de Paris, einem legendären Etablissement, das heute dem Designer Pierre Cardin gehört und immer noch ein herrlich altmodisches Flair ausstrahlt. Und wenn es darum geht, die richtige Antwort auf die wichtigste aller Fragen zu feiern, dann könnte es auch La Tour d’Argent werden – ein weltberühmtes Lokal mit drei Michelin-Sternen und einer herrlichen Aussicht über die Seine. Wer könnte da schon nein sagen? Silke Böttcher

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