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Prachtvolle Tempel in Chiang Mai

Eines sollte man nicht versuchen, wenn man Chiang Mai besucht: alle Tempel zu besichtigen. Es sind einfach zu viele. 200 solcher Orte gibt es in der Stadt im Norden Thailands, die auch als „Rose des Nordens“ bezeichnet wird.

Die Tempel sind längst nicht die einzigen Sehenswürdigkeiten Chiang Mais, das zwar auf dem Weg zur modernen Stadt ein bisschen etwas von seinem Charme verloren hat, als es hübsche Holzhäuser abriss und an ihre Stelle schlichte Betonbauten setzte, aber in der Altstadt ist immer noch etwas vom historischen Chiang Mai zu sehen.

Besuch im Nationalmuseum Chiang Mai

Wer die Stadt besucht, der sollte unbedingt das Nationalmuseum am Chiang Mai–Lampang super Highway angucken. Das wurde 1973 von König Bhumibol und Königin Sirikit höchstpersönlich eröffnet und 1996 ausgebaut. Was es zu sehen gibt, ist eindrucksvoll: Man erfährt Spannendes über das Lan-Na-Königreich, als dessen Hauptstadt Chiang Mai im Jahre 1296 gegründet wurde. Zu den Attraktionen zählen ein hölzerner Thron der Könige von Chiang Mai, eine Sänfte und ein zwei Meter hoher Fußabdruck Buddhas aus dem Jahre 1726. Er ist mit Perlmutt verziert.

Auch das Tribal Museum Chiang Mai ist reizvoll – hier erfährt man viel über die Kunst der Bergvölker und ihren Lebensstil. Das Museum ist seit kurzer Zeit im Rama IX Park untergebracht.

Für Abwechslung sorgt zudem der Nachtbasar, auf dem ähnlich wie bei seinem Bruder in Bangkok Lebensmittel und Textilien verkauft werden. Eine Besonderheit ist beim Markt in Chiang Mai allerdings, dass  auch Produkte der Bergvölker zu kaufen sind.

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Weißer Elefant und Kristall-Buddha

Aber natürlich sind es hauptsächlich die Tempel, die Besucher nach Chiang Mai locken. Allen voran Wat Phra That Doi Suthep. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und so eindrucksvoll, dass man sich für einen Besuch genug Zeit lassen sollte.

Es heißt, dass ein weißer Elefant „schuld“ an der Gründung des Tempels sei. Und das kam so: Ein Mönch, so wird erzählt, brachte 1371 eine Reliquie des Buddha zum Tempel Wat Suan Dok mit. Doch diese Reliquie teilte sich plötzlich – und weil man Bedenken hatte, beide Teile an einem Ort aufzubewahren, band man besagtem Elefanten den zweiten Teil auf den Rücken und ließ ihn frei. Das Tier schien zu wissen, wohin der Weg gehen sollte. Als es am Berg Doi Suthep ankam, trompetete es. Und starb. Genau dort wurde der Tempel gebaut, in dem die Reliquie seither untergebracht ist. Eine Statue des Tieres ist im Vorhof des Tempels zu sehen.

Im Tempel Wat Chiang Man in Chiang Mai ist ein Kristall-Buddha aus dem siebten Jahrhundert eine der Attraktionen. Er ist nur etwa zehn Zentimeter groß und besteht aus Bergkristall. Ein weiterer Buddha misst 30 Zentimeter und stammt aus dem heutigen Sri Lanka. Es heißt, die Statue soll die Fähigkeit besitzen, Regen zu bringen.

Steinerne Löwen bewachen den Tempel Wat Phra Singh westlich des Zentrums in der Altstadt von Chiang Mai. Sie passen auf die Buddha-Statue Phra Puttha Sihing auf, die eine besondere Bedeutung hat. Er ist im Viharn Lai Kham, einem hölzernen Häuschen aus dem Jahr 1345, untergebracht. Auch die Wandmalereien im Inneren des Hauses sind eindrucksvoll.

Nationaltempel und Orchideen in Chiang Mai

Berühmt ist auch Wat Chiang Yuen, der nördlich der Altstadtmauer liegt. Er war Nationaltempel des Königreiches Chiang Mai, der König persönlich kam vor seiner Krönung dorthin, um vor der Buddha-Statue für eine erfolgreiche Regentschaft zu beten.

Es gibt noch so viele weitere Tempel in Chiang Mai, dass es unmöglich sein wird, alle zu sehen. Denn dann bliebe keine Zeit mehr für andere Dinge. Etwa für die Stadtmauer mit dem Wassergraben drumherum, für die Chiang Mai Night Safari, einen Freizeitpark außerhalb der Stadt, durch die man mit Zügen fährt. Oder für das Gelände der Internationalen Gartenschau von 2006, in der es zahllose Orchideen und andere exotische Pflanzen zu bewundern gibt.

Wer sich für exotisches Kunsthandwerk interessiert, der sollte sich die kleinen Fabriken rund um Chiang Mai ansehen. Dort entstehen Silberwaren, Papierkunst, Holzmöbel, Lederwaren, Tücher und vieles mehr. Man kann den Künstlern bei der Arbeit zusehen und die Produkte natürlich auch kaufen. Schnäppchen sind üblich – und damit man die neuerstandenen Stücke nicht während des gesamten Urlaubs mit sich herumschleppen muss, schicken die Fabriken die Waren in alle denkbaren Länder.  

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