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Legendäres Hippie-Viertel in San Francisco: Haight Ashbury

Haight Ashbury ist dieses Viertel in San Francisco, in dem irgendwie die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.  Die Lieblingsfarbe ist bunt, das Haar lang, die Stimmung bestens.  Ein bisschen etwas vom Flair der sechziger Jahre ist geblieben – wie eine Erinnerung an die Zeit, in der hier in Kalifornien die Hippies herrschten.

Dazu gehören die ulkigen Läden, die bunt bemalten Autos und Häuser und immer mal wieder eine „Peace“-Fahne: Flower Power wie zu Zeiten von Woodstock. Der vielzitierte „Summer of Love“ im Jahre 1967 – genau hier fand er statt.

Haight Ashbury: Ein ganz besonderes Lebensgefühl

Janis Joplin gehörte neben Bands wie Jefferson Airplane oder Grateful Dead zu den Künstlern, die das Bild von Haight Ashbury – heute auch The Haight genannt – mitgeprägt haben. Songs wie Scott McKenzies „If You’re Going To San Francisco“, sie beschreiben genau das Lebensgefühl, das in dem Viertel immer noch ein bisschen zu spüren ist.

Wunderschöne viktorianische Häuser in Pastell- oder Knallfarben (einige bekannt als „Painted Ladies“) stehen in Haight Ashbury, und wer durch die Straßen streift, sollte genau hinschauen, um keines der vielen originellen Details zu übersehen. Nackte Hauswände wurden in riesige psychedelische Gemälde verwandelt, und wer Glück hat, sieht auch heute noch Autos mit aufgemalten Blumen.

Second-Hand-Läden und Musik auf den Straßen

Natürlich lockt eine Gegend mit solcher Geschichte besonders Künstler an. Hier gibt es originelle Geschäfte, natürlich viele Second-Hand-Läden, zwischendrin auch mal schicke Boutiquen und viele Bars und Cafés. Andere bieten schneller konsumierbare Kunst an: Immer wieder stellen sich Bands zu spontanen Konzerten auf die breiten Bürgersteige. Publikum findet sich hier immer, Hektik scheint weiter weg als in anderen Städten oder wenigstens in anderen Straßen.

Wer Haight Ashbury, das nicht weit vom Golden Gate Park entfernt ist, besuchen möchte, kann sich die Wohnhäuser von Rockgrößen wie Grateful Dead (710 Ashbury) oder Janis Joplin (635 Ashbury Street und 112 Lyon Street) ansehen. Oder er schließt sich gleich einer Haight-Ashbury-Flower-Power-Walking-Tour an. Die gibt es immer dienstags und sonnabends um 10.30 oder, für Langschläfer, donnerstags um 14 bzw. freitags um 11 Uhr (Infos unter www.haightashburytour.com). Für 20 Euro bekommt man eine Führung durch das Viertel. 60 Prozent Hippie-Geschichte und 40 Prozent Allgemeines plus Architektur, so versprechen die Veranstalter, gibt es. Und mal ehrlich: Wer weiß, dass genau an dieser Straßenecke mal Jimi Hendrix oder Joni Mitchell gestanden hat, der guckt sich die Ecke doch mit anderen Augen an.  Und für alle, die dem Hippie-Hype auch noch etwas Grusel hinzufügen möchten, gibt es die Haunting Haight Walking Tour, bei der man viel Makabres über heimische Geister und andere übernatürliche Wesen oder Geschehnisse erfahren kann.

Besuch im The Red Victorian

Eines aber sollte man (abgesehen natürlich vom Shoppen oder dem Live-Konzert)  unbedingt tun, wenn man Haight Ashbury besucht: The Red Victorian besuchen. Das Bed- & Breakfast-Hotel in der Haight Street Nr. 1665 (www.redvic.com) ist legendär und passt perfekt zum Flower-Power-Ambiente der Gegend: mit 18 Zimmern, die allesamt unterschiedlich aber höchst liebevoll eingerichtet sind und Namen haben wie „Earth Charter Room“ oder „Summer of Love Room“. Meditieren kann man natürlich auch, dazu gibt es ein kleines Kino und ein Museum namens Peaceful World Center. Silke Böttcher

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