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Shopping auf der Brandenburger Straße in Potsdam

Der Luisenplatz mit dem Springbrunnen vor dem Brandenburger Tor von Potsdam ist so etwas wie ein Dreh- und Angelpunkt für jeden Potsdam-Besucher. Ein Höhepunkt im Potsdamer Kulturleben ist  das spektakuläre der preußischen Königin Luise gewidmete Luisenfest.

Konditern am Luisenplatz

Nach Einkehr im Cafe Franz Schubert an derAllee nach Sanssouci hat man mehrere Möglichkeiten, um von von hier aus die Stadt zu erkunden. Der Platz ist idealer Ausgangspunkt zu verschiedenen Spaziergängen. Auf der einen Seite geht es von dort linkerhand über die Allee nach Sanssouci hinein in den Park vonSanssouci, vorbei an der Friedenskirche und dem Marlygarten. Auf der anderen Seite begrenzt die Schopenhauerstraße die einstige zweite barocke Stadterweiterung.

Edles Porzellan von KPM

Erstes Geschäft auf der Brandenburger Straße, die mittlerweile stark von Ablegern großer Ketten dominiert wird, ist der Shop der Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Eine freundliche Verkäuferin weiß zu edlen Porzellanen aus der von Friedrich dem Großen zu wirtschaftlichen Erfolg geführten Manufaktur gut zu beraten. Empfehlenswert ist es, die “Brandenburger”, wie die Potsdamer die traditionelle Einkaufsstraße nennen, vom Luisenplatz aus zu durchstreifen. Es ist aber auch empfehlenswert, in die Seitenstraßen zu schauen. Denn dort verbergen sich viele kleine und vor allem originelle Geschäfte.

Attraktive Seitenstraßen

So lohnt der Blick in die Hermann-Elflein-Straße, vorbei an der legendären Bilder- und Kunsthandlung Jordan und dem benachbarten originellen Cafe` samt Goldschmiedewerkstatt, bis wir an der Nr. 3 das historische „Haus im güldenen Arm“ erreichen. Das Gebäude mit dem reich geschnitzten Portal wurde 1737 für einen Holzbildhauer und Brauer errichtet. Heute wird es als Museumshaus genutzt. Nach Überqueren der Gutenbergstraße sehen wir an der Hegelallee linkerhand bereits den kräftigen Bau des einstigen Werner-Alfred-Bades, heute ein Gesundheitszentrum. Im Erdgeschoss lädt das Bio-Cafe „Kieselstein“ ein.  Die einstige Volksbadeanstalt wurde am 14. Dezember 1913 als Stiftung für den verunglückten Flugpionier Werner Alfred Pietschker errichtet. Der Pfarrersohn aus Bornstedt war Enkel des Industriellen Werner von Siemens. Ungewöhnlich: Im einstigen ovalen Schwimmbecken ist seit einigen Jahren der Biomarkt Lebensquell eingezogen.

Teeexpertinnen

Von der Hegelallee gehen wir zurück in die Gutenbergstraße Nr. 98, in das exklusive Teegeschäft „Götz & Götz“, gegründet 2002 von dem Architektenpaar Götz aus Berlin. Einmal eingekehrt, kommt man nicht mehr so schnell heraus. Man sieht und genießt, lernt Vieles dazu. 180 verschiedene Teesorten sind im Angebot. Neben Gabriele Zapff gibt es dort auch eine leibhaftige Gräfin: Beatrix Diana Gräfin von Hardenberg. Sie bei den Teeseminaren zu erleben macht Freude. Preußenkönig Friedrich d. Großen ist beispielsweise “Le Grand 1712 Nr. 24″ gewidmet.

An der nächsten Kreuzung gehen wir in die Jägerstraße und schauen in das von der Modistin Kristin Müller geführte Hutatelier “Maline” hinein. Dort gibt es neben wagenradgroßen blumengeschmückten Hüten auch ganz einfache Kappen. Wer noch einen alten Hut vom Opa im Schrank hat: die Expertin bringt das gute Stück wieder in seine alte Form. Einige Häuser weiter betreibt Carolin Stabe die Kauf- und Expressbar “Belmundo”, eine gelungene Kombination von portugiesischer Gatsstätte und Kunstladen.  Dann halten wir uns sofort wieder rechts, um dann in den Innenhof des Karstadt-Kaufhauses zu gelangen. Der große denkmalgeschützte Jugendstil-Lichthof mit seinen bunten Mosaiken prägt auch heute noch maßgeblich den 1907 fertig gestellten Kaufhaus-Bau.

Weinliebhaber

Wir verlassen das Kaufhaus durch den zur Dortustraße führenden Seitenausgang und stehen links vor der wohl besten Weinhandlung Potsdams, dem „In Vino“. Seit 1992 betreiben die beiden Weinliebhaber Uta Wellmann und Andre Zibolsky das Refugium für französische, italienische und deutsche Weine. So habe Friedrich der Große mit Vorliebe süßen Wein aus dem südfranzösischen Bergerac getrunken, ist zu erfahren. Und gleich mehrere Jahrgänge des edlen Rotweins sind vorrätig. Immer wieder weichen wir von der Brandenburger Straße ab und schauen in die angrenzende Dortu-, Linden- oder Charlottenstraße. So geht es dort an der Alten Wache vorbei zum in den letzten Jahren wieder freigelegten Stadtkanal in der Yorckstraße. Über den Nikolaisaal führt der Weg dann zurück über Charlottentsraße zur Jägerstraße mit dem über die Grenzen Potsdams hinaus berühmten Lakritzkontor.

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Entdecker-Infos

Stadt:| www.potsdam.de

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