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Stockholm – eine Stadt auf tausend Inseln

Etwa 24.000 unterschiedlich große Inseln umgeben die schwedische Hauptstadt Stockholm. Viele von ihnen sind sogar Teil der Stadt: 30 Prozent der Stockholmer Fläche sind Wasser. Und das ist so sauber, dass man überall Angler sieht, die Lachse aus dem Meer ziehen.

Die Lage der Stadt ist günstig – und das erkannten die Menschen schon früh. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Reste von Wasserpfählen entdeckt, die aus dem 11. Jahrhundert stammen. Etwa 100 Jahre später wurde ein Kloster in „Stokholm“ erwähnt.  Der Name der Stadt könnte sich auf die Baumstämme beziehen, auf denen die ersten Bauten der Stadt errichtet wurden – „Stock“ bedeutet nämlich „Baumstamm“, „Holm“ steht für „kleine Insel“.

Nicht nur die Lage auf den Inseln, die als Schären bezeichnet werden, macht Stockholm sehenswert. Es ist das Zusammenspiel aus überaus reizvoller Architektur, lebendigen Einkaufsstraßen und reichlich Grün, das die Stadt so charmant macht.

Historische Altstadt: Gamla Stan

Hauptattraktion Stockholms, das von etwa 1,2 Millionen Menschen bewohnt wird, ist die nahezu autofreie Gamla Stan, die mittelalterlich geprägte Altstadt mit schmalen Gassen und Sehenswürdigkeiten wie der Deutschen Kirche, dem einst als Versammlungshaus des Adels genutzten Ritterhaus (Riddarhuset) und dem Königlichen Schloss.

Auf der Insel Helgeandsholmen steht das Reichstagsgebäude, auf Riddarholmen zum Beispiel das Wrangelsche Palais und die Riddarholmkirche.  Ganz modern ist Norrmalm, wo Stockholms Hochhäuser stehen – für ihren Bau musste ein historisches Viertel weichen. Mittelpunkt der Innenstadt ist die Drottningsgatan, Stockholms bekannteste Einkaufsstraße.

Reizvolle Gründerzeithäuser prägen Östermalm. Bekannt sind der Königliche Hofstall und das Königliche Dramatische Theater.  Attraktionen auf der Insel Blasieholmen sind das prachtvolle Grand Hotel oder das Nationalmuseum. Das Rathaus von Stockholm steht auf der Insel Kungsholmen, dessen Blaue Halle jedes Jahr Kulisse für das Nobelpreisträger-Bankett ist. Auf Östermalm trifft sich zudem die hippe Jugend Stockholms in den Clubs und Hotelbars.

Modische Skandinaven
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Erholung und Kultur in Djurgarden

Wenn sich die Menschen in Stockholm erholen wollen, dann zieht es sie auf die Halbinsel Djurgarden mit ihrer reizvollen Natur, die zum sogenannten Ekoparken, dem 1994 gegründeten ersten Nationalstadtpark der Welt, gehört. Hier entstanden allerdings auch bedeutende Museen wie das Vasamuseum oder das Freilichtmuseum Skansen. Reizvoll ist außerdem das historische Viertel Djurgardsstaden, dessen Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Fans schwedischer Kinderbücher zieht es ins Museum Junibacken, in dem sich alles um schwedische Kinderliteratur und Figuren wie Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Madita oder Pettersson und Findus dreht – eine Märchenwelt für kleine und große Genießer.  

Eine Verbindung zur Ostsee schafft die Schleuse Slussen auf der Insel Södermalm, deren Attraktion die wunderschöne Katharinenkirche ist.

57 Brücken und eine "Gedrängelsteuer"

Angesichts der vielen Inseln und Halbinseln, die durch 57 Brücken miteinander verbunden sind, ist es klar, dass eine Stadtbesichtigung eine Weile dauert. Touristen sollten trotzdem besser aufs Auto verzichten – auch deshalb, weil man fürs Befahren der Innenstadt eine Gebühr zahlen muss. „Gedrängelsteuer“ wird die Methode genannt, mit der man die Luft verbessern und den Autoverkehr verringern will.

Eine Attraktion für Fans von Astrid Lindgren findet sich in der Königlichen Bibliothek: das Archiv der berühmten Kinderbuchautorin, darunter 4000 Bücher, Briefe,  Manuskripte und vieles mehr – eine wahre Fundgrube. Auch Sammlungen der Autorin Selma Lagerlöf sind in der Bibliothek  untergebracht und außerdem Hinterlassenschaften August Strindbergs. Und wer noch etwas weiter fahren möchte, der besucht Schloss Gripsholm in Mariefred bei Stockholm, das Kurt Tucholsky in seinem gleichnamigen Roman beschrieben hat.

HIer finden Sie weitere Sehenswürdigkeiten in Stockholm

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