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Die fünf „W“s auf Sylt

myEntdecker bringt Sie auf die Insel und hat schlagende Argumente für einen Urlaub auf Sylt zusammengestellt. Anbei nun ein myEntdecker-Lexikoneintrag zum Buchstaben "W". Warum aber ausgerechnet "W"? Ganz einfach, weil Sylt ganz "wwwwwwwunderbar" ist.

„W“ wie Wege nach Sylt

Es führen viele Wege nach Sylt –seit einiger Zeit auch diverse Luftwege. „Söl“, so heißt die medial bekannteste deutsche Nordsee-Insel auf Friesisch, war einst nur per Schiff zu erreichen. Dampfboote brachten Insulaner und Sommerfrischler – ein historischer Begriff für städtische Urlauber – zu den Landungsbrücken im Dörfchen Munkmarsch im Osten der Insel; von hier aus wurden die Besucherströme erst zu Ross und seit 1888 per Inselbahn nach Westerland gebracht und später über die gesamte Insel verteilt. Rund vierzig Jahre später wurde Sylt durch den elf Kilometer langen Hindenburgdamm an das Bahnnetz auf dem Festland angebunden.

Seit 2006 lockt der Inselflughafen auch „Sommerfrischler“ aus weiter entfernten Metropolen mit kurzen Anreisezeiten. Dies liegt vor allem an den Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin, die Sylt während der Sommermonate mehrmals täglich anfliegen. Der Winterflugplan ist vergleichsweise ausgedünnt, reicht für vorausplanende Urlauber aber locker aus. Im Jahre 2011 fertigte der kleine Flughafen über 200.000 Passagiere ab. Naherholungssuchende aus Hamburg können mit den kleinen Maschinen der SyltAir anreisen, beziehungsweise diese privat chartern. Auch internationale Destinationen wie London, Mallorca oder gar Abu-Dhabi werden (zeitweise) bedient. Nähere Informationen entnehmen Sie der offiziellen Website des Flughafens Sylt.

 

„W“ wie Westerland

Der Inselhauptort liegt etwa fünf Taximinuten vom Flughafen Sylt entfernt. Darüber hinaus enden am Kopfbahnhof Westerland alle InterCity- und Regionalzüge der deutschen Bahn. Begrüßt werden Ankommende von einer sympathischen, wenn auch grünen und sturmfrisierten Familie reisender Riesen – vielleicht eine Anspielung des Künstlers Martin Wolke auf die latent steife Brise der Nordseeinsel? Neben der höchsten insulanischen Gastro- und Einzelhandelsdichte sowie einer vier Kilometer langen Strandpromenade bietet Westerland eine Fülle an Sport-Events für Profis und Laien. Im September und Oktober nutzen internationale Athleten im Rahmen des "Windsurf Weltcup Sylt" die Inselbrise für atemberaubende Wellenritte, im Juni fliegen Kitesurfer vor dem Westerländer Küstenstreifen durch den Himmel über der Nordsee.

Hobby-Sportler können am „Fun Beach“ Brandenburger Strand die Strandvarianten von Fußball, Volley-Ball und Boccia austesten oder auf befestigtem Untergrund Basketball spielen; bei so viel Sportlichkeit an der Strandpromenade kommt man sich fast schon vor wie am Miami Beach. Surfunterricht kann stunden- oder kursweise vor Ort gebucht werden, wie z.B. in der Surfschule „Sunset Beach“. Ein siebentätiger Kurs bei Surflehrer Hans Heinicke und seinem Team schlägt in den Sommermonaten mit rund 200 Euro zu Buche. Das ist nicht ganz günstig und wie so häufig im Leben heißt es auch hier: Übung macht den (Surf-)Meister. Besonders ulkig sind die Trockenübungen am Strand, die den ignoranten Außenstehenden an gestrandete Robben oder buddelnde Schildkröten erinnern.

„W“ wie Wasserspaß in der „Sylter Welle“

Wenn es mal regnet, und das tut es auf Sylt auch im Sommer,  dann ist nichts besser als sich auf einem Liegestuhl vor einem großen Panoramafenster mit Blick auf die Nordsee niederzulassen und die vom Wind aufgepeitschten, schaumgekrönten Wellen zu betrachten. Das Freizeitbad „Sylter Welle“ hat natürlich nicht nur Liegestühle, sondern auch jede Menge Wasserfläche, tausend Quadratmeter, um genau zu sein. Neben diversen Beckenarten von warm bis kühl und einer standardmäßigen Auswahl an Saunen lauert auch Action in der Sylter Welle. Rasante Namen wie „Blackhole“ oder „X-Tube“ katapultieren Seepferdchen und Freischwimmer in teils dunkle und steile Gefilde. Was sich dahinter verbirgt? Insgesamt 220 Längen- und 10 Höhenmeter Rutschvergnügen. Informationen zu Ticketpreisen, Sonderprogrammen und Öffnungszeiten finden sich auf der Website der Sylter Welle.

„W“ wie Wellness am Meer

Wer nicht nur auf Sylt relaxen möchte, sondern darüber hinaus etwas für seinen Körper tun will, kann sich im Syltness Center, angeschlossen an die Sylter Welle, in Behandlung begeben. Das Behandlungsspektrum reicht von zart bis hart. Buchbar sind unter anderem medizinisch betreute Sportkurse mit Gewichten und Cardio-Workouts (Stufe: mittelhart) und kosmetische Wellnessangebote (Stufe: eher zart). Wem das nicht ausreicht, der kann einen Termin in der integrierten Praxis für plastische und rekonstruktive Chirurgie des Syltness Centers in Erwägung ziehen (Stufe: ganz schön hart). Im Wesentlichen wirbt das Syltness Center aber mit seinen Thalasso-Behandlungen. Die Methode basiert auf der Heilkraft von Spurenelementen, Vitaminen und Proteinen, die sich vor allem im Meersalz, Meeresalgen und Meeresschlamm wiederfinden – und davon hat die Nordsee,  wie heimische Badeurlauber wissen dürften, mehr als genug. Klassischerweise nimmt eine solche Thalasso-Behandlung eine Woche in Anspruch. Obwohl auch Einzelsitzungen angeboten werden, sollte sich der geneigte Wellness-Jünger diese Zeit auch nehmen.

„W“ wie Wattwandern bei Rantum

Die Ortschaft Rantum, südlich von Westerland, hat auch ganz ohne chirurgische Beihilfe die schmalste Taille auf der Insel Sylt. Es sind nur wenige hundert Meter, die die Westküste der brausenden Nordsee vom stillen Wattenmeer im Osten der Insel trennen. Dazwischen: zwölf Kilometer feiner Sandstrand, hohe Dünen und bunte Reetdachhäuschen in sämtlichen Größen. Separate Abschnitte für Hunde und FKKler sind ausgeschildert. Östlich von Rantum beginnt das Wattenmeer und lädt ein zu ausgiebigen Spaziergängen. Aber Vorsicht: So ungefährlich das karge Watt auch aussehen mag, sollte man sich als Landratte nur in Begleitung von erfahrenen Wattführern auf das Terrain trauen. Der Eindruck einer leblosen und grauen Schlickwüste widerlegt sich spätestens beim Anblick der unterirdischen Wattbewohner. Auf nur einem Quadratmeter Watt leben bis zu zwei Millionen teils vom Aussterben bedrohte Organismen. Dieser Umstand machte das Wattenmeer im Jahre 2009 zu einem Weltnaturerbe der UNESCO.

Hier finden Sie weitere Reisetipps für die Nordsee.

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