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Garden Route in Südafrika: Ein Stück vom Garten Eden

Grün und fruchtbar – das hier muss der Garten Eden sein. Das dachten sich die ersten Menschen, die das Gebiet ganz am südlichen Ende von Afrika entdeckten. Und deshalb nannten sie es Garden Route. Von Mossel Bay im westlichen Kapgebiet bis zum Storms River zieht es sich auf etwa 300 Kilometern entlang der Nationalstraße N2, allerdings wird häufig der ganze, 700 Kilometer lange Küstenstreifen in Südafrika von Kapstadt bis Port Elizabeth mitgerechnet.

Garden Route als Touristenmagnet

Die Landschaft der Garden Route ist so beeindruckend, dass das Gebiet zu den wichtigsten Touristenattraktionen Südafrikas zählt. Mehrere Millionen Menschen kommen jährlich, um zum Beispiel den Garden-Route-Nationalpark oder die Straußenfarmen in der Nähe von Oudtshoorn zu besichtigen. Es gibt an vielen Stellen entlang der N2 Aussichtspunkte, von denen aus man eine phänomenale Weitsicht hat.

Mehrere große Orte liegen an der Route, darunter George, dessen wichtigste Sehenswürdigkeit die St. Mark’s Anglikanische Kirche  ist. Die größte Stadt der Route ist bekannt für ihre Erdbeerfelder und die reizvollen Strände. Auch in Knysna, Wilderness, Mossel Bay und den anderen Städten gibt es beliebte Strände.

Drei Schutzgebiete wurden zum Garden-Route-Nationalpark zusammengefasst

Doch die Touristen kommen nicht nur, um zu baden. Drei Nationalparks – Tsitsikamma, Wilderness National Park und Knysna Lake Area – wurden 2009 zum riesigen Garden-Route Nationalpark zusammengefasst. Er erstreckt sich von Wilderness über Knysna bis bis zur St. Francis Bay. Die Landschaft ist spektakulär: Im Tsitsikamma National Park etwa stehen mehr als 800 Jahre alte Yellowwood-Bäume und hier lebt der kaninchenartige Klippschliefer. Die Landschaft ist wild und unberührt.  Es gibt viele Wanderwege, darunter den 48 Kilometer langen Ottertrail mit seiner Attraktion, einem Wasserfall. Für einige muss man abenteuerlustig sein: Hier gibt es schwankende Hängebrücken aus Holz, unter denen breite Flüsse tosen.

Im Wilderness National Park nahe der Stadt Wilderness liegen Lagunen, Seen und Flüsse, an denen mehr als 250 Vogelarten leben und brüten, darunter rosafarbene Flamingos. Dazu gibt es Wiesen und dichte Wälder, die bis zu den Outeniqua-Bergen führen. Zwei beliebte Wanderwege, der „Giant Kingfisher Trail“ (sieben Kilometer lang) und der „Pied Kingfisher Trail“ (zehn Kilometer) führen durch das Gebiet, das zwischen August und Oktober entlang der Wasserläufe zum Blütenmeer wird. Viele Vertreter dieser üppigen Vegetation findet man auch im Botanischen Garten Kirstenbosch in Kapstadt.

Die Knysna Lake Area schließlich verbindet weite Wälder, Wasserlandschaften und eine reizvolle Lagune. In diesem Gebiet leben zahllose Meerestiere und seltene Geschöpfe wie das Knysna-Seepferdchen. In der Lagune findet sich eine der größten Austernzuchten der Welt.

Wale beobachten und surfen

Wer die Garden Route besucht, der kommt auch, um im Ort Hermanus am Westkap Wale zu beobachten. Oder um in Jeffreys Bay nahe Port Elizabeth zu surfen: Das Gebiet gilt als einer der besten Surfspots der Welt.  Eine Attraktion sind auch die Cango Caves, die Tropfsteinhöhlen bei Oudtshoorn, und die roten Swartberge, die heute zum Weltnaturerbe der Unesco zählen. Drumherum gibt es spektakuläre Halbwüstenlandschaften, die große und kleine Karoo. Hier können schon mal 40 Grad Celsius gemessen werden, während es an der Garden Route sonst eher mild ist.

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