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Vergessen Sie nie zu lächeln in Thailand!

Die wichtigste Regel, die Sie sich in Thailand zu eigen machen sollten: Vergessen Sie nie zu lächeln! In Thailand wird immer gelächelt, egal, ob grade etwas kaputt gegangen ist, man kein Wort versteht oder auch, wenn man jemandem einen Wunsch abschlagen möchte. Oder etwa, wenn der Tourist einen Elefanten-Führerschein erwirbt oder mit Büffeln knuddelt. Was das Lächeln bedeutet, lesen Sie hier.

Ein Lächeln für jeden Anlass

Thailand ist uns recht sympathisch. Das mag auch daran liegen, dass die Menschen dort immer freundlich und zurückhaltend und überhaupt nicht aggressiv wirken. Man könnte sich sogar vorstellen, dass die thailändische Fußballnationalmannschaft gegen Österreich verlieren würde. Aus purer Nettigkeit. Und mit einem Lächeln im Gesicht. Denn in Thailand wird immer und zu jedem Anlass gelächelt.

Da ist zum Beispiel das spezielle Lächeln, das man benutzt, wenn man gerade das Auto des besten Freundes zu Schrott gefahren hat. Oder das, wenn man kein Wort davon kapiert, was der lustige Farang, der “Ausländer”, einem lang und breit zu erklären versucht. Es gibt ein trauriges Lächeln, ein besänftigendes, ein neugieriges, zustimmendes, zorniges, glückliches und auch eines, das nein bedeutet. All diese Arten zu lächeln unterscheiden sich nur in Nuancen und regeln die Fährnisse des Miteinanders. Denn wer laut und ausfällig wird, verliert sein Gesicht.

Luxuriöses Zeltlager im Goldenen Dreieck

Außer im “Tented Camp” bei Chiang Rai. Da wird fürchterlich gebrüllt, und immer wieder gibt es gehörig was hinter die Ohren. Es ist einer der bezauberndsten Plätze in Thailand. Wir befinden uns hoch im Norden, im Goldenen Dreieck, unterhalb des Mekong. Hier berühren sich die Grenzen von Birma, Laos und Thailand, und der berühmteste Tempel heißt wohl nicht von ungefähr Hall of Opium. Über einem spektakulären Steilufer erstreckt sich das Camp, eine Art luxuriöses Zeltlager für späte Pfadfinder.

Die 15 Pavillons im Stil der Abenteuer-Expeditionen des 19. Jahrhunderts sind eines Sultans würdig. Mittendrin stehen eine majestätische kupferne Badewanne und ein Bett unter dem Moskitonetz für Kuschelstunden. Das romantische Gefühl von Tarzan und Jane im Baumhaus wird noch gesteigert durch die eigentliche Attraktion: die Elefanten. Mahouds, so etwas wie Cowboys für Dickhäuter, kümmern sich rund um die Uhr um ihre Schützlinge, die wiederum ihre Gutmütigkeit zur Verfügung stellen, damit Gäste auf ihnen reiten können.

Elefanten reiten ist gar nicht so einfach

Wer mag, kann sogar einen Führerschein für Elefanten erwerben. Doch davor steht ein “Mahoud-Training”. Solch ein gewaltiges Tier in der Spur zu halten ist nämlich nichts für zaghafte Gemüter. Ein Elefant ist zunächst einmal ziemlich hoch. Dann bleibt er ständig stehen, um Äste zu naschen oder mal fix einen Baum zu fällen. Das Menschlein sitzt derweil auf seinem Nacken, einfach so auf nackter Elefantenhaut, hält sich krampfhaft an den Höckern auf dem Schädel fest und versucht, das Tier durch Tritte hinter die Ohren, die es kaum spürt, und sehr, sehr laute Kommandos zu lenken. Der wichtigste Befehl ist “Hau”: Stopp!

So lernt der Führerscheinanwärter aus dem relativ elefantenfreien Deutschland auch, dass er niemals hinter einem Rüsselträger herumstehen sollte. Der Elefant könnte sich erschrecken und treten. Oder sich ein wenig hinsetzen.
Buchen kann man das “Tented Camp” und sein Elefantenvergnügen übrigens nur in Kombination mit einem zusätzlichen “Four Seasons”-Aufenthalt in Thailand. Aber wir wollten ja ohnehin weiterfahren nach Chiang Mai.

Millionen Prada-Taschen und Rolex-Uhren

Porn kann nichts für ihren Namen, und wohl auch nichts dafür, dass ihr Mann sie mit zwei aufgeweckten Söhnen hat sitzen lassen. Sie ist 40 Jahre jung, hat ein strahlendes Lachen, und ihre niedlichen kleinen Ohren erinnern an ein Auto, an dem beide Türen weit offen stehen. Im Herzen von Chiang Mai bewirtschaftet Porn ein kleines Restaurant. Es ist eine hübsche Stadt mit unzähligen Teakholztempeln, malerisch in sattgrüne Reisfelder eingebettet und von majestätischen Bergen beschützt. Die Thais nennen sie die “Rose des Nordens”. Berühmt ist der riesige Nachtmarkt mit seinen Millionen Prada-Taschen und Rolex-Uhren, garantiert echt gefälscht. “Handeln, handeln, handeln”, rät Porn.

Handeln ist Pflicht

Die meisten Farangs hätten Reiseführer dabei, in denen als heißer Tipp steht, das Feilschen mit 50 Prozent unter dem geforderten Preis zu beginnen. Das wüssten die Händler aber längst und würden dementsprechend ihre Offerten verdoppeln oder verdreifachen. “Fang bei zehn bis 15 Prozent an, wenn die Ware teuer ist”, sagt Porn. “Aber zahle niemals mehr als 30 Prozent.”

Sie lächelt schüchtern: “Bist du eigentlich verheiratet? Hast du Kinder? Nein?” Sicher hat sich nur ganz zufällig ihr Haar gelöst, das plötzlich wie ein Wasserfall bis zu den schlanken Hüften fällt. Und schon werden die beiden Buben herbeigerufen, 12 und 16 Jahre jung: “Sie sind sehr folgsam und lernen fleißig Englisch!” Und was macht man nun? Natürlich lächeln. Und ein etwas üppigeres Trinkgeld zum Abschied hinterlegen.

Miniatur-Thailand mit Wellnessparadies

Das “Four Seasons” liegt 20 Taxi-Minuten von Chiang Mai entfernt. Vor dem Eingang stehen zwei Wasserbüffel. Die Hörner sehen furchterregend aus, aber die gewaltigen Tiere sind lammfromm. Sie mögen es sogar, wenn man ihnen den Kopf streichelt. Wer hätte denn auch gedacht, dass Büffel-Knuddeln so herzig sein kann. Noch überraschender ist die Hotelanlage, die sich als ein Miniatur-Thailand erweist. Pavillons im einheimischen Lanna-Stil öffnen den Blick auf die Reisterrassen und Berge. Dass der charmante Hoteldirektor ein bisschen so ausschaut wie Robin Williams in “Peter Pan”, scheint an diesem Ort fast logisch. Und wer dann noch den Spa betritt, vergisst alles, was er jemals über Wellnesstempel gelernt hat. So viel Sinnlichkeit ist schlicht überwältigend.

Spektakuläre Hotels im urbanen Bangkok

Es fällt schwer, sich hier loszureißen, aber da wartet weiter Richtung Süden erst einmal die Ruinenstadt Sukhotai mit ihren Tempelanlagen und, noch weiter südlich, Ayutthaya, die ehemalige Hauptstadt Siams. Die “gesegnete Stadt der Engel und Könige” wurde im 17. Jahrhundert von den Burmesen zerstört. Heute wandelt man zwischen Ruinen von glockenförmigen Tempeln, Palästen und Festungsanlagen und genießt die Stille.

Danach wirkt Bangkok wie ein Schock. In diesem urbanen Moloch ist die Wahl eines Refugiums, in dem man sich nach all dem Trubel da draußen entspannen kann, von entscheidender Bedeutung. Das berühmteste Hotel ist das “Oriental”, die Legende am “Fluss der Könige”. Aber auch gegenüber im “The Peninsula Bangkok” wohnt es sich überaus kommod, zudem bieten die höheren Etagen einen einmaligen Blick über das Lichtermeer der Stadt. Es gibt noch ein drittes spektakuläres Hotel am Fluss, nämlich das “Shangri-La Bangkok”. Der neue Krungthep-Flügel mit seinem puristischen Spa, den exzellenten Restaurants und der romantischen Riverside-Terrasse, all das macht es so unwiderstehlich.

Smaragdbuddhas oder Go-go-Girls

Sehen muss man in Bangkok den Königspalast und den Tempel des Smaragdbuddhas, eine in Gold getauchte mystische Welt voller Fabelwesen. Am besten gleich morgens um 8.30 Uhr hingehen, dann ist es nicht zu heiß, und der Massenansturm lässt noch auf sich warten. Zum Einkaufen empfiehlt sich die Soi Thonglor, bei Bangkoks schicker Szene ist dieser Straßenkomplex gerade sehr angesagt.

Angeblich soll auch die Sünde in der “Stadt der Engel” zu Hause sein. Wer da mehr erfahren möchte, besucht das “Nana-Entertainment” beim “Nana-Hotel”. Dort tanzen auf drei Etagen die Go-go-Girls. Die Shows sind recht harmlos, die schönsten Mädchen sind ohnehin meistens Männer, und das einzig Abschreckende sind die vielen hässlichen Kerle aus dem Westen in Badelatschen und kurzen Hosen. Kein Thai, und sei er noch so arm, würde so herumlaufen.

Koh Samui – ein tropisches Inselparadies

Nach so viel Stadt sehnt sich der Mensch nach weißen Stränden und kristallklarem Wasser. Die Insel Koh Samui liegt tief im Süden des Golfs von Thailand und ist ruhiger als das überlaufene Phuket. Dem Klischee vom tropischen Paradies kommt sie schon recht nahe. An der abgeschiedenen Nordküste befindet sich das neue “Four Seasons Resort”. Die Mauer und das hohe, geschlossene Tor an der Zufahrt erinnern frappant an den Film “Jurassic Park”. Doch dahinter lauert kein Tyrannosaurus Rex, stattdessen stockt einem der Atem in Anbetracht einer dramatisch abfallenden Bucht, in der sich großzügig gestaltete Thai-Villen in tropische Gärten schmiegen.

Verlockend präsentiert sich ein kleiner, aber feiner, weißer Strand. Man sollte es sich dort allerdings lieber unter einer Palme ohne reife Kokosnüsse gemütlich machen. Es reicht nämlich völlig, von den vorzüglichen Mai-Thai-Cocktails einen schweren Kopf zu bekommen.

Thailands Reiseziele im Einzelnen…

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